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Aufwandsentschädigung

Offenlegung meiner Einkünfte als Gemeinderätin

Bei der Kommunalwahl vor zwei Jahren versprach ich Transparenz. Selbstverständlich muss ich bei mir anfangen und so lege ich meine finanzielle Situation offen.

Gutschriften auf meinem Konto
425€ – GUTSCHRI­FT GEMEINDE BAD WIESSEE
18.12.2014­ Entschädigung für Sitzunge­n und Gemeinde­ratstät­igkeit Mai – Dezember 2014

925€ – GUTSCHRI­FT GEMEINDE BAD WIESSEE
30.12.2015   ­Entschädigung für Sitzunge­n und Gemeinde­ratstät­igkeit für das Jahr 2015

Als Gemeinderätin bekomme ich eine Aufwandsentschädigung von 25€ pro Monat und 25€ pro Sitzung. In der Regel findet sich der Gemeinderat 1x pro Monat zu Sondersitzungen ein. Die Ausschüsse tagen nach Aufwand. Dies heißt 1x im Jahr kommt der Rechungsprüfungs-, sowie der Haupt- und Finanzausschuss zusammen. Zurzeit ist der Bauausschuss stark beschäftigt und trifft sich im Schnitt alle 1-2 Monate.

Als Fraktions- und Gruppenlose bin ich in keinem Ausschuss Mitglied und bekomme demnach auch kein Sitzungsgeld. Aber ich darf den Sitzungen als Zuschauerin beisitzen, was ich selbstverständlich tue, damit ich weiß was in den Ausschusssitzungen besprochen wird.

Hier ist eine detaillierte Aufschlüsselung meiner Aufwandsentschädigungen.
25€ x 8 = 200€   Sitzungspauschale  pro Monat 25€ von Mai bis Dezember 2014
25€ x 9 = 225€   Mai – Dez. 2014 Teilnahme an 9 Sitzungen mit einem Sitzungsgeld von 25€

25€ x 12 = 300€   Sitzungspauschale  pro Monat 25€ von Januar bis Dezember 2015
25€ x 17 = 425€   Jan.- Dez. 2015 Teilnahme an 17 Sitzungen mit einem Sitzungsgeld von 25€
An zwei Sitzungen konnte ich nicht teilnehmen, diese muss ich zurücküberweisen.

10€ x 8 = 80€        Technikpauschale pro Monat 10€ von Mai – Dezember 2014
10€ x 12 = 120€    Technikpauschale pro Monat 10€ von Januar – Dezember 2015

Außerdem genieße ich Vergünstigungen im Badepark, hier werde ich wie eine Mitarbeiterin berechnet.

Die Einnahmen wurden von mir verwendet für meine Seminare in der Kommunalpolitik und für Fachliteratur, Büromaterial, sowie ein Tablet für die Sitzungen, damit ich das Ratsinformationssystem nutzen kann.

Mit dem Geld finanziere ich auch die Ausgaben als Seniorenbeauftragte. Hier fallen Kosten für Telefon, Auto, Büromaterialien, Spiele, Getränke, Reinigungs- und Nahrungsmittel an. Als Seniorenbeauftragte arbeite ich auch ehrenamtlich, bekomme aber keine Aufwandsentschädigung und verfüge über kein Budget.

Gedanken zum Jahreswechsel

Rathaus Bad Wiesse

Das Rathaus in Bad Wiessee

Zwischen Weihnachten und Neujahr nutze ich in der Regel die Zeit um zurück zu schauen.

Als Gemeinderätin durfte ich weiterhin viel lernen und ich verstehe heute die politischen Zusammenhänge wesentlich besser. Mir ist nun klar wieso vieles nicht funktionieren darf. Ein Beispiel was ich persönlich gut bei der Umsetzung beobachten konnte, ist das Ratsinformationssystem. Viele Dinge wären viel zu einfach und die Räte, sowie die Bürger hätten die Möglichkeit Inhalte, Vorgänge, Zusammenhänge und Abläufe zu verstehen.

Wieso ist das so gewollt? Weil es bei uns schwierig ist gute Projekte/Ansichten durchzusetzen. Was sind gute Projekte? Fast jeder Gemeinderat hat so seine Eigenen. Unter Anderen ist da Herr Huber mit „seinem“ Kommunalunternehmen. Sehr lange bekämpft und nun als es sich nicht mehr aufhalten ließ, könnte man meinen, dass es die Idee von ganz anderen Räten war. Es ist erstaunlich, wie schnell die Meinungen kippen können.

Für mich ist es gut einen gewissen Abstand zu behalten um sachlich zu bleiben. So werde ich weiterhin versuchen mir selbst eine Meinung zu bilden, indem ich mit den Verantwortlichen oder Beteiligten spreche. Die Vergangenheit hat gezeigt, dass dies sehr zeitaufwendig ist, doch ich werde es in diesem Jahr auch so weiter praktizieren.

Ansonsten muss ich als Gemeinderätin realistisch denken und frage mich stets: Was kann ich wirklich bewegen?

Und bei dieser Frage bin ich sehr dankbar, dass ich als Seniorenbeauftragte direkt etwas für unsere Bürger tun darf. Mein Wunsch für dieses Jahr ist es in Richtung „Verbinden der Generationen“ zu arbeiten. – Verständnis füreinander aufzubauen. -

Als Verwaltungsrätin des Kommunalunternehmens beschäftigte ich mich letztes Jahr mit den Mietern und ihren Wünschen im Bereich des Wohnens. In diesem Jahr müssen wir Räte schauen was energetisch sinnvoll ist und wie die Umsetzung gelingen kann.

Ja, das wird wieder ein spannendes Jahr und ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit allen politischen Richtungen.