Kategorie-Archiv: Allgemeines

Alles was euch am Herzen liegt und nicht in die anderen Kategorien paßt

Zeitungen sind wichtig!

Ganz persönlich für alle ranBW Mitglieder

Lieber Rolf und lieber Ulli,

bei Euren Schlammschlachten habe ich während der Wahl nicht mitgemacht und ich werde es auch in Zukunft nicht tun.

Meinem Gewissen werde ich treu bleiben, so wie es mir als Gemeinderätin rechtlich erlaubt ist. Ich möchte für den Bürger da sein und deshalb bin ich sehr dankbar, dass ich als Seniorenbeauftragte Gutes tun kann. Da frage ich nicht nach einem Parteibuch!

Es ist erstaunlich, wie gut “Einige” über mich Bescheid wissen. Muss ich mich jetzt daran halten?!

Hauptsache die Zeitungen bekommen genug Aufmerksamkeit, denn die wissen es ja ganz genau:

In der TS !
http://www.tegernseerstimme.de/wiesseer-politchaos-ranbw-loest-fraktion-auf/146320.html

Im Merkur !

http://www.merkur-online.de/lokales/region-tegernsee/bad-wiessee/ex-fraktionsmitglied-meister-laestert-ueber-neresheimer-4119106.html

http://www.merkur-online.de/lokales/region-tegernsee/bad-wiessee/wiessee-beate-meister-verlaesst-ranbw-4115611.html

 

Zwei Monate Gemeinderätin!

Gemeinderätin zu sein ist nicht schwer, obwohl es anders läuft als gelernt. Na ja, die zwei Seminare über Kommunalpolitik, -recht und -haushalt hätte ich mir tatsächlich sparen können. Als Gemeinderätin in Bad Wiessee wäre ” Ja-sagen ” üben, besser gewesen. Besonders in der Opposition. Dabei bin ich davon überzeugt, dass der gesamte Gemeinderat nur das Beste für unsere Gemeinde möchte.

Vor sechs und mehr Jahren war es im Gemeinderat ähnlich. Zu dieser Zeit gab es auch Menschen, die alles besser machen wollten. Gemeinderäte wechselten die Partei, eine Bürgersprechstunde wurde eingerichtet und in der Verwaltung alte Zöpfe abgeschnitten. Aber das Umfeld blieb im Wesendlichen gleich. Man versuchte Gutes zu tun und es wurde in der Kommunalwahl nicht honoriert. Und obwohl die Wähler nicht zufrieden sind, macht man weiter wie bisher. Jetzt müsste man doch erkenne, wie wichtig es wäre konstruktiv zusammen zu arbeiten. Doch was geschieht im Gemeinderat? Die Ausschüsse und Referenten werden abgeschafft. Gemeinderäte werden unzureichend informiert. Was wird man damit erreichen?
Das alles bleibt wie es war?
Gerne hätte ich das Bad Wiessee vor 50 Jahren erlebt. Es muss sehr schön gewesen sein. Hier steppte der Bär und das möchte jeder wieder haben. Ich auch! Doch die Welt ändert sich.

50JahreBadWiessee1

Quelle: “Das Tegernseer Tal”, Ausgabe Sommer 1959

Fragen von der Tegernseer Stimme

Natürlich könnte ich zu jeder Frage (siehe unten) mit einem Roman antworten, aber wer will das schon lesen?!
Eine Herzensangelegenheit habe ich noch. Meine Idee vom Mehrgenerationenort. Wo fange ich da an? Es gibt kein übergeordnetes oder verbindendes Referat. Im Landkreis gibt es den Sozialbeirat, doch hier wird gleich nach Altersgruppen und speziellen Aufgaben getrennt.
Nun habe ich festgestellt, dass wir in Bad Wiessee die einzige Gemeinde sind, die keinen Seniorenbeauftragten haben. Von 17 Gemeinden! Dabei liegen wir bei der Altersstruktur mit 45,8% weit vorne, gefolgt von Schliersee mit 42,9% und Rottach-Egern mit 39,4% (Quelle: http://www.landkreis-miesbach.de/B%C3%BCrgerservice/Dienstleistungen/Seniorenangelegenheiten/). Natürlich hatten wir einen Seniorenbeauftragten, der leider aus gesundheitlichen Gründen sein Amt niedergelegt hat. Bei ihm konnte ich mich über die Aufgaben informiert. So schrieb ich unserem Bürgermeister, dass ich gerne dieses Amt übernehme. Vielleicht gelingt es mir eine Vernetzung mit jungen Menschen zu erreichen.

Nun aber zu den Fragen von der Tegernseer Stimme:

Berufsbezeichnung, Alter und Partei:

Freiberufliche Wirtschaftsingenieurin, 53 Jahre, Parteilos bei der Bürgerliste ranBW

Haben Sie es auf Anhieb ins Gremium geschafft oder war dies einer von mehreren Anläufen?

Mit der Bürgerliste ranBW habe ich es auf Anhieb in 63 Tagen in den Bad Wiesseer Gemeinderat geschafft.

Streben Sie neben dem Gemeinderat auch noch weitere politische Ämter an oder wollen Sie hauptsächlich in Ihrem Ort etwas bewegen?

Weitere politische Ämter sind nicht geplant. 

Wieso interessieren Sie sich für Politik und seit wann?

Ich bin in Westberlin aufgewachsen und erlebte Politik hautnah. Hier ist mein Interesse für bürgernahe Demokratie gewachsen.

Was erwarten Sie von Ihrer Tätigkeit als Gemeinderat?

Mehr Offenheit und Demokratie erwarte ich, damit sich alle Menschen mit einbringen können. Das dokumentiere ich auf: Blog.beatemeister.de

Streben Sie die Tätigkeit in einem Ausschuss oder Schwerpunktthema (Jugend/Senioren) an?

Auf alle Fälle möchte ich in den Rechnung- und Finanzausschuss. Außerdem liegen mir die Menschen am Herzen und ich werde mich für einen Mehrgenerationenort einsetzen. Das heißt gemeinsame Projekte für jede Altersgruppe.

Welche Themen möchten Sie in Ihrem Ort stärker in den Fokus rücken?

Meiner Meinung nach braucht Bad Wiessee ein Gesamtkonzept, denn wir haben sehr viele bedeutende Projekte, die sich gegenseitig beeinflussen. Nehmen wir nur einmal das Badepark-, Finanz- und Verkehrsproblem.

(Warum) haben es Frauen schwerer, sich in der Politik zu behaupten und woran kann das liegen?

In meinem Umfeld habe ich es als Frau nicht schwerer.  

Wie könnte man den Menschen im Ort die Politik näher bringen – speziell jüngeren Menschen?

Dazu würde ich als Erstes die Menschen fragen. Durch die Erfahrungen aus meiner bisherigen Jugendarbeit sage ich: Es muss spannend sein und sie müssen etwas bewegen dürfen.

 

 

Bad Wiessee im Blick

Ist unser Gemeindeblatt mit Informationen für Bürger und Gäste. Auf 44 Seiten ist das Wichtigste aus unserer Gemeinde und Umgebung gedruckt.
Nun wurden alle Gemeinderatsmitglieder gebeten fünf Fragen kurz zu beantworten um sich vorzustellen. Hier sind meine Antworten. Bei manchen Antworten fiel es mir schon schwer mich kurz zu halten!

Warum haben Sie sich um einen Sitz im Gemeinderat beworben?

Ich möchte zusammen mit den Bürgern Lösungen für Bad Wiessee finden, damit sich alle Einwohner wohl fühlen. Ich setze mich für eine optimale wirtschaftliche Entwicklung ein, denn so können wir uns nicht nur einen sanierten Badepark leisten, sondern auch gepflegte Wohnungen, Straßen und Grünanlagen.

Was sind Ihre persönlichen Stärken, die Sie einbringen wollen?

Durch meinen beruflichen Werdegang habe ich gelernt zielorientiert Probleme zu analysieren und Lösungen zu finden. Hier möchte ich mich im Rechnungs- und Finanzausschuss engagieren. Ein gutes Gespür für Menschen und fundiertes Wissen machen mich zu einer sachlichen Entscheidungsträgerin, die gerne Verhandlungen führt.

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Aufgaben eines Gemeinderates?

Die Vertretung der Bürger in einem rechtlich vorgegeben Rahmen. Das heißt, der gesamte Gemeinderat beschließt innerhalb seines selbstverwalteten Aufgabenbereich über Angelegenheiten die grundlegende Bedeutungen haben oder erhebliche Verpflichtungen für die Gemeinde beinhalten.

Nennen Sie drei Begriffe, die Bad Wiessee am besten charakterisieren?

Natur – Tradition –  Schulden

Wie sehen Sie Bad Wiessee in zehn Jahren?

Bad Wiessee ist dann eine moderne schöne Gemeinde mit traditionellem Charme. 
Ein Mehrgenerationen Ort, wo es Bereiche der Ruhe und Entspannung gibt als auch Bereiche von Lebendigkeit und Entwicklung.
Wirtschaftlich geht es Bad Wiessee blendend. Es werden Familienbetriebe in vielen Branchen unterstützt. Auch die Jod-Schwefel-Therme konnte von einer bayrischen Familie realisiert werden und hat inzwischen einen exzellenten internationalen medizinischen Ruf.  Der Badepark und die gemeindeeigenen Liegenschaften wurden umweltverträglich saniert. Das alte Spielbankgelände ist ein Ort wo sich die Menschen wohl fühlen. Hier entstand etwas Einzigartiges. Ein wegweisendes Konzept das Urlaub, Medizin, Forschung und Einheimische verbindet. Damit verringerte sich das hohe Verkehrsaufkommen im Ort. Das Straßenbild prägen nun Elektroautos, die aus unserer umweltbewussten und dezentralen Energiegewinnung gespeist werden. Bad Wiessee hat sich für ein Gesamtkonzept entschieden, dass Stück für Stück mit den Einwohnern umgesetzt wurde.

Bad Wiessee im Blick

Beruflicher Werdegang

Parteilos, was heißt das?

 

Beate MeisterVon vielen Bürgern werde ich gefragt was parteilos bedeutet.

Im Duden steht „keiner Partei angehörend“ und so verstehe ich das auch. Und dann sage ich noch, dass ich mich am 13. Januar 2014 in die Bürgerliste ranBW eingetragen habe. Die Mitglieder der Bürgerliste lernte ich an diesem Tag kennen, außer meinen Mann, denn kannte ich schon  8-) .  Nun gut, unseren Postboten , der wie ich in die Bürgerliste wollte , habe ich natürlich auch schon gesehen.

Aber wie kam es zu dieser spontanen Aktion?

Im Prinzip war es ein gewachsenes Unverständnis. Denn es gibt verschiedene Punkte, die mich hier in meinem Heimatort sehr beunruhigen. Und das letzte i-Tüpfelchen waren dann die Gerüchte über eine Schließung und den Abriss unseres Badeparks. Ich versuchte mit den Beschäftigten dort zu reden, aber die sagten nur:  „Das kann noch Jahre dauern und ich solle mir keine Gedanken machen.“ Selbstverständlich mache ich mir Gedanken! Und jetzt bin ich hellhörig.

  • Wieso macht der Badepark so große Verluste?
  • Weshalb wird nichts unternommen um wenigstens eine schwarze Null zu schreiben?
  • Wo sollen denn die Kinder, älteren Menschen, Vereine und Urlauber schwimmen gehen?

Selbst im Sommer ist der Tegernsee vielen Menschen zu kalt. Und bei schlechtem Wetter ist das Freizeitangebot bei uns im Tal sehr überschaubar. Da muss ich doch etwas tun. Es muss doch eine Lösung geben.

Interessant war es dann zu hören, dass es vielen Menschen so geht wie mir. So ging ich auf die  Nominierungsveranstaltung.  Was Herr Neresheimer sagte entsprach genau meinem Wunsch nicht nur über Probleme zu reden, sondern zu handeln. Ran gehen! Eine Bürgerliste ist ideal für mich, denn politisch finde ich mich in keiner Partei wieder. Mein Denken ist unabhängig und sachlich. Und so möchte ich frei von Grabenkämpfen pragmatisch unsere Gemeinde Bad Wiessee nach vorne bringen. Das kann ich natürlich nicht alleine.

Dazu lade ich alle Bürger ein.

Erste politische Gedanken

Bad Wiessee RathausMitte Januar 2014 formulierte ich meine ersten persönlichen Schwerpunkte:

In der Gemeindepolitik geht es für mich um örtliche Belange und Probleme, die uns Bad Wiesseer alle betreffen.

Als Gemeinderätin sind mir Fairness und Gerechtigkeit besonders wichtig. Dazu schätze ich die sachliche und kompetente Arbeit. Außerdem gehört für mich Offenheit bei Planungen und Zielen der Gemeinde dazu!

Meine Vision: Ein Bad Wiessee, das die Tradition und das ländliche mit dem digitalen, sowie den umweltfreundlichen Fortschritt verantwortungsvoll verbindet. Kein „entweder- oder- denken“. Ich werde mich dafür einsetzen, dass Bad Wiessee vielfältig wird. Ein Mehrgenerationen Ort, wo es Bereiche der Ruhe und Entspannung gibt als auch Bereiche von Lebendigkeit und Entwicklung.

Wirtschaftlich ist es mein Ziel umfangreiche umweltverträgliche Einnahmen zu generieren. Damit gewinnen wir die Freiheit in unsere Zukunft – in ein lebendiges Bad Wiessee – investieren zu können. So wird die Überschuldung gestoppt und wir sind in der Lage kostenintensive Verträge selbstbewusst zu verhandeln.

Wünschenswert ist eine umweltbewusste und dezentrale Energiegewinnung um wenigstens die Gemeindegebäude kostengünstiger zu versorgen.

Ich bin der Meinung, für Bad Wiessee ist eine vielfältige Zusammensetzung des Gemeinderates gut und auch sehr wichtig, um viele Interessen zu hören und diese bei Planungen gleich von Anfang an berücksichtigen zu können.